Ziegenkäsetarte mit karamellisiertem Knoblauch

Als ich vor 3 Jahren beruflich in London unterwegs war, habe ich eigentlich per Zufall das kleine Imbisslokal von Ottolenghi in Notting Hill entdeckt und schon damals hat mich die Präsentation, das Visual Merchandising und das gesamte Konzept begeistert. Ich wollte schon damals ein Kochbuch kaufen, leider gab es sie nur in der englischen Version.


Inzwischen habe ich das Kochbuch "Genussvoll vegetarisch" geschenkt bekommen; aufgrund des Umschlages würde man ja nicht unbedingt gerade dieses Kochbuch kaufen, da dieser grün wattierte Einband ja wirklich nicht ansprechend ist, aber die Rezepte haben so das gewisse Etwas. Im Buch finden sich für jede Art von Gemüse Verwertungsmethoden, die einleuchtend, machbar und geschmacklich überraschend sind. Wurzelgemüse, Zwiebeln, Pilze, Zucchini und Kürbis, Paprika und Chili, Kohl, Aubergine, Tomaten, Blätter, noch mehr Grünzeug, Bohnen, Hülsenfrüchte, Getreide, Pasta, Polenta & Couscous, Früchte und Käse: zu jeder Jahreszeit lohnt sich ein Blick in den Ottolenghi, um aus dem saisonalen Angebot mit ein paar Handgriffen – manchmal sind es durchaus auch ein paar mehr Handgriffe – etwas Ausserordentliches auf den Tisch zu bekommen.

Zufällig stolperte ich kürzlich bei Rock the Kitchen über dieses Rezept und habe es prompt nachgebacken. Meistens lasse ich mich aus Kochbüchern auch nur inspirieren und koch dann auf meine Art und Weise, aber bei dieser Tarte bin ich ziemlich genau nach Rezept vorgegangen und das Ergebnis war ausgezeichnet und kam sicherlich nicht das letzte Mal auf den Tisch.

Zutaten für eine Tarteform (26 cm)
( ich habe eine rechteckige Form gewählt, da es sich mit dem Blätterteig besser ausgeht)

1 Packung Blätterteig
3 mittelgroße Knoblauchknollen in Zehen zerlegt und geschält
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
3/4 EL Zucker
1 TL gehackter Rosmarin
1 TL gehackter Thymian
Salz
120 g weicher, cremiger Ziegenkäse
120 g gereifter Ziegenhartkäse (ich habe Pecorino - harten Schafskäse verwendet)
2 Eier
100 g Sahne
100 g Creme fraiche
schwarzer Pfeffer


Zubereitung

die Backform mit dem Blätterteig auskleiden, den Teig mit Backpapier abdecken und mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren und ca 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° Grad vorheizen und den vorbereiteten Blätterteig im Ofen ca. 15 Minuten blindbacken. Die Hülsenfrüchte und das Backpapier entfernen und den Boden weitere 5-10 Minuten goldbraun backen.
Währen der Blätterteigboden backt, den karamellisierten Knoblauch zubereiten. Dazu die Knoblauchzehen 3 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und gut abtropfen lassen. Die Knoblauchzehen in 1 EL Olivenöl bei hoher Temperatur 2 Minuten anbraten. Balsamico und 220 ml Wasser angießen, zum kochen bringen, dann 10 Minuten köcheln lassen. Zucker, Rosmarin, Thymian und 2 Prisen Salz zugeben. Bei mittlerer Temperatur weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist und die Knoblauchzehen von dunklem Karamellsirup überzogen sind.


Nun die Tarte fertigstellen. Dazu beide Käsesorten zerkleinern und auf den Blätterteigboden streuen. Die Knoblauchzehen mit dem Sirup gleichmäßig verteilen und mit Mischung aus verquirlten Eier, Sahne, Creme Fraiche, 1/2 TL Salz und etwas schwarzem Pfeffer übergiessen, der Knoblauch und der Käse aber noch teilweise zu sehen sind.


Die Backofentemperatur auf 160° Grad senken und die Tarte in den Ofen stellen. 35-40 Minuten backen, bis die Füllung gestockt ist und die Oberfläche eine appetitlich goldbraune Färbung angenommen hat. Aus dem Ofen nehmen, mit Thymainzweigen garnieren, leicht abkühlen lassen und mit einem Salat und einem guten Glas Wein auf der Terrasse genießen.

Kommentare

  1. Lecker - ich bekomme gleich wieder Lust auf diese lecker Tarte. Beim nächsten mal gibt es sie bei mir auch in rechteckiger Form. Ist ja wirklich viel einfacher, vielen Dank für den Tip! :-)

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  2. Hallo Sylvia
    ich hab sie sicherlich auch nicht nur einmal gebacken, dazu ist sie viel zu lecker.
    danke dir für deinen Besuch - LG Siglinde

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  3. Hoi Siglinde, über den Umschlag wurde ja schon so viel geschrieben. Ich kenne das Buch nicht und wenn es mir nicht jemand schenkt, dann wird es auch so bleiben, weil ich mir schon seit Jahren keine neuen Kochbücher mehr kaufe. Irgendwann ist genug:) Ich verstehe nicht was sie sich bei der Gestaltung des Einbandes gedacht haben? Wenn die Meinung aller Besitzer des Buches die gleiche ist, dann muß doch was dran sein.

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    1. hallo Magdi,
      tja, wer weiss schon, ob es nicht ein gut ausgeklügelter Marketingstreich war und so das Buch erst Recht ins Gespräch gekommen ist. Aber unabhängig vom Einband gefällt es mir sehr gut.
      LG Siglinde

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  4. Daran habe ich noch gar nie gedacht:) Wäre natürlich genial! Schönes WE Magdi

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